Fragebogen: Arbeit und Studium von Geflüchteten

Text und Flyer: Bielefeld 2000plus

Sehr geehrte Mitglieder der Arbeitskreise,
sehr geehrte/r UnterstützerInnen von Bielefeld 2000plus,

nach aktuellem Kenntnisstand scheint es zum Bildungsstand und Bildungsinteresse Geflüchteter bis dato – auch bundesweit – keine umfassende Datenbasis zu geben. Ebenso verhält es sich auch im Bereich des Arbeitsmarktes. Dadurch geht u.U. viel Potenzial  verloren. Aus diesem Grund führt Bielefeld 2000plus modellhaft eine Erhebung für Bielefeld und Umgebung durch, in der geflüchtete Menschen Fragen in Bezug auf ihren individuellen Bildungsweg und ihre weiteren Arbeits- und Weiterbildungswünsche beantworten. Nur so können die Hochschulen und der Arbeitsmarkt wirklich bedarfsgerecht agieren.

Der Arbeitskreis Interkulturelles von Bielefeld 2000plus hat einen Fragebogen entwickelt, mit dem vor allem ermittelt werden soll, wie viele potenzielle Studierende sich unter den Geflüchteten in Bielefeld und Umgebung befinden und welchen individuellen Bildungsweg sie hinter sich haben. Im Bereich des Arbeitsmarktes werden die persönlichen Arbeitserfahrungen sowie die Vorstellungen von einer möglichen späteren Arbeitsstelle in Deutschland abgefragt.

Die Beantwortung des anonymen Online-Fragebogens dauert etwa 15 Minuten. Der Fragebogen ist aktuell in den Sprachen Deutsch, Englisch, Dari/Persisch, Französisch, Arabisch und Russisch unter dem Link ww3.unipark.de/uc/refsurv und auf der Homepage von Bielefeld 2000plus (www.uni-bielefeld.de/bi2000plus), auch mit einem Smartphone oder Tablet, bearbeitbar.

Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie den beigefügten Flyer an  Menschen mit Fluchthintergrund weitergeben und Sie diese zu einer Teilnahme motivieren würden. Gerne können Sie auch auf Ihrer Internetseite für die Befragung werben.

FLYER ALS PDF: https://gefluechtetewillkommeninbielefeld.files.wordpress.com/2016/02/erhbeung_final_web.pdf

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Nähtreff

Text und Grafiken: Mahibah und Jasmyn

Nähen – voneinander lernen, gemütlich beisammen sitzen, sich austauschen und Spaß haben!

Wir starten unser Projekt Begegnungszentrum Nähwerkstatt vom 22.02. bis zum 11.03.2016 montags bis donnerstags von 12 bis 17 Uhr in einem Nebenraum der Moschee in der August-Bebel-Straße 80. Wir freuen uns auf alte und neue Bielefelder, Mahibah und Jasmyn

Kontakt: naehwerkstatt.fluechtlinge@web.de

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Arabisch:

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Offener Brief an die Neue Westfälische

Die Neue Westfälische hat einen Artikel mit dem Titel „In den Unterkünften für Flüchtlinge rumort es“ veröffentlicht: http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/20713323_In-den-Unterkuenften-fuer-Fluechtlinge-rumort-es.html

Einige ehrenamtliche Helfende haben dazu als Replik einen offenen Brief an den Chefredakteur, Herrn Thomas Seim, verfasst. Die Erstunterzeichnenden stehen unter dem Text, weitere Unterzeichnende können das in der  Kommentarfunktion kund tun.

Update 26.02.2016:

„Am 25.2.2016 nahm der Journalist Herr Mönter in einem persönlichen Gespräch zu unserem Brief Stellung: die Intention des Artikels sei eine andere gewesen, als die Wirkung, die der Artikel letztendlich erzeugt habe. Die Grundidee sei gewesen, ein Bild zur aktuellen Stimmung in den Flüchtlingsunterkünften mit den dortigen Problemen zu zeichnen. Im Rahmen des Gesprächs konnte eine Reihe von Missverständnissen ausgeräumt werden. Am Gespräch nahmen, neben Herrn Mönter, alle Erstunterzeichnenden des offenen Briefes teil.“


Sehr geehrter Herr Seim,

dass Herr Mönter mitunter relativ einseitig über das Thema „Geflüchtete“ berichtet, bleibt dem aufmerksamen NW-Leser kaum verborgen.

Doch was wir jetzt in dem Artikel „In den Unterkünften für Flüchtlinge rumort es“ vom 18. Februar http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/20713323_In-den-Unterkuenften-fuer-Fluechtlinge-rumort-es.html  lesen mussten, grenzt für uns, die wir selber in der Hilfe für Geflüchtete aktiv sind, an eine bodenlose Frechheit.

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„Dialog in Deutsch“ in der Stadtbibliothek

Dialog in Deutsch

Sie möchten gern Deutsch sprechen und gleichzeitig andere Menschen treffen?
In der Stadtbibliothek am Neumarkt finden ab Februar offene und kostenlose Gesprächsrunden für Migrantinnen und Migranten statt (außer in den Sommer- und Weihnachtsferien). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten bereits einen Integrations- oder Sprachkurs absolviert haben. Die Gespräche werden von jeweils zwei Ehrenamtlichen geleitet. Zur Sprache kommen unterschiedliche Themen des alltäglichen Lebens in Deutschland und das, was Sie interessiert.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einen Informationsflyer finden Sie hier.

Die Gesprächsrunden finden zu folgenden Zeiten statt:

  •    mittwochs von 16.30 bis 17.30 Uhr
  •    donnerstags von 11 bis 12 Uhr
  •    freitags von 16 bis 17 Uhr

Kontakt: angelika.teller@bielefeld.de ; Tel.: 0521 51-2449

(„Dialog in Deutsch“ ist ein Konzept und eine geschützte Marke der Bücherhallen Hamburg).

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Das Sinfoniekonzert des Universitätsorchesters

Universitätsorchester Bielefeld

Künstlerischer Leiter: Dr. Michael Hoyer

  1. Februar 2016

 

 

Mehr als ein Sinfoniekonzert

Universitätsorchester Bielefeld lädt Flüchtlinge zu klassischer Musik ein

 

Erstmals in seiner über 40jährigen Geschichte präsentierte das Universitätsorchester Bielefeld unter Leitung von Michael Hoyer sein Semesterschlusskonzert am vergangenen Sonntag in der Rudolf-Oetker-Halle. Doch die Erschließung einer neuen Bühne war nicht die einzige Besonderheit an diesem Abend.

 

Schon mehr als eine Stunde vor Konzertbeginn strömten die ersten Gruppen in den kleinen Saal. Während sich das Universitätsorchester noch auf der großen Bühne für seinen Konzertabend aufwärmte, sammelten sich im kleinen Saal der Rudolf-Oetker-Halle Flüchtlinge aus ganz Bielefeld voller Vorfreude auf das bevorstehende klassische Konzert. Gezielt hatte Projektleiterin Lara Venghaus Werbung in den Flüchtlingsunterkünften gemacht – auch in arabischer Sprache: „Es war nicht leicht, Plakate auf deutsch und Arabisch zu gestalten, aber durch die Hilfe eines Studenten der Bielefelder Uni hat es am Ende doch noch geklappt!“ Womit die Projektleiterin jedoch nicht gerechnet hatte, war das große Interesse, auf welches die Initiative stieß. „Binnen kurzer Zeit hatten wir schon 100 Anmeldungen, heute Abend sind mehr als 150 Geflüchtete anwesend.“ Das Orchester organisierte den Transfer von den Unterkünften zur Oetkerhalle und zurück und tauschte sich mit der Initiative „Geflüchtete Willkommen in Bielefeld“ aus. Nur die Begrüßung, die Lara Venghaus in gewohnt charmanter Art zu Beginn des Konzertes hielt, erfolgte ausschließlich in deutscher Sprache. Die Projektleiterin, die gleich danach im Orchester am Pult der 2. Oboe Platz nahm, entschuldigte sich dafür und gab zu, sie traue es sich nicht zu, es auf arabisch zu probieren. Dafür gab es aber ein dreisprachiges Programmheft für die ausländischen Besucher, in dem nicht nur die nötigsten Informationen, sondern auch Texte über die Werke und den kulturgeschichtlichen Hintergrund dieser Art von Konzertveranstaltung zusammengetragen waren.

 

Das Universitätsorchester versteht sich als Bildungseinrichtung und steht, anders als andere Laienorchester in der Region, die sich in erster Linie dem musikalischen Ergebnis im Konzert verpflichtet sehen, Interessenten jedes Leistungsstandes offen. In ihm kommen Studierende, Beschäftigte der Universität, aber auch Schüler, Auszubildende, Berufstätige und Rentner aus ganz OWL zusammen. „Natürlich ist es befriedigend und erfreulich, wenn unsere Konzerte auf einem hohen Niveau stattfinden können. Aber unsere Aufgabe sehen wir in der Vermittlung von Kultur, von Kenntnissen, die zur Weiterentwicklung dienen – dem Einzelnen Mitwirkendem, dem Zuhörer, aber auch der Gesellschaft.“, erläutert die noch junge Lara Venghaus das Ziel ihrer Orchesterarbeit. Gemäß dieser Zielsetzung war die Einladung von Flüchtlingen zu diesem Event nur der Anfang einer Initiative, die das Orchester plant. „Wir möchten Flüchtlinge dazu ermuntern, selbst Teil unseres Orchesters zu werden und werden in den kommenden Wochen ein eigenes Projekt dazu vorstellen“, deutet Orchesterleiter Michael Hoyer an.

 

Die Anwesenden waren jedenfalls bereits vom Konzerterlebnis begeistert. Viele kamen im Jacket, nahmen statt im eigens für sie reservierten Bereich verstreut im Saal Platz und mischten sich so kaum von den übrigen Konzertbesuchern zu unterscheiden unter das Publikum. Ein gravierender Unterschied wurde dennoch spürbar: er bestand in der Reaktion auf das Gehörte. Während die regelmäßigen Konzertbesucher sich zunächst gemessen an die ungeschriebenen Konventionen eines klassischen Konzertes hielten, ließen die zumeist jungen Männer ihrer Begeisterung freien Lauf und beklatschten frenetisch bereits den ersten Satz der unvollendeten Sinfonie Franz Schuberts. Versuchte Hoyer an dieser Stelle zunächst noch, mit einem Schmunzeln die Beifallsbekundungen aufzuhalten, ließ er ihnen im Brahms Klavierkonzert freien Lauf. Und ein Orchestermitglied berichtet strahlend: „Es ist wunderbar, vor einer solchen Kulisse zu spielen und auf diese Weise ein direktes Feedback zu erhalten. Diese Musik ist fantastisch, und ich freue mich sehr, wenn wir dies vermitteln konnten.“

Hier ein paar Impressionen (Klick auf ein Bild öffnet die Galerie):

 

 

Link- und Infosammlung „MigBib“

Umfangreiche Link- und Informationssammlung in einer Exceltabelle: https://gefluechtetewillkommeninbielefeld.files.wordpress.com/2014/11/kopie-von-migbib-version1.xlsx

Die MigBib besteht aus zwei Tabellenblättern und ist in Matrixform aufgebaut.

Das Tabellenblatt „Sprachen“ enthält in Spalte A eine alphabetisch geordnete Liste der verfügbaren Sprachen, in Spalte B die Länder, in denen diese Sprachen gesprochen werden. Im Tabellenblatt „Herkunftsländer“ sind in Spalte A die Herkunftsländer aufgelistet, in Spalte B folgen die dort gesprochenen Sprachen.

In den ersten beiden Zeilen sind jeweils die Themen (Zeile 1) und deren Untergliederung (Zeile 2) der gesammelten Links aufgelistet; darunter (vertikal) deren Titel.

Durch Anklicken des „x“ gelangt Ihr zum/r gewünschten/r Dokument/Seite.

Ich freue mich, wenn die Sammlung hilft und Ihr zur Fortführung beitragt. Da ich beabsichtige, die Sammlung kontinuierlich fortzuführen, würde ich mich über Anregungen, Kritik, Ergänzungen und Hinweise auf Fehler sehr freuen und zu gegebener Zeit eine Aktualisierung versenden.

Viele Grüße
Cornelia Meierbröker

P.S.: Ich möchte Dich/Euch/Sie bei dieser Gelegenheit auf mein persönliches Spendenprojekt unter www.betterplace.org/p23422 hinweisen. Ziel ist, dass 180 SchülerInnen in dem kleinen Ort Hizlabot in Bangladesch Schulkleidung erhalten, die auch als Grundausstattung für die Kinder dienen soll. Die Kleidung wird von einem ortsansässigen Schneider genäht und kostet 6,00 Euro pro Kind. Über einen Blick in das Projekt, eine Spende und/oder die Weiterleitung des Links würde ich mich sehr freuen. DANKE

Screenshot: MiGib Tabelle Screenshot