Schließung des Brüderfeierabendhauses

Text: Kerstin

„Im Brüderfeierabendhaus tut sich momentan viel. Schon länger ist bekannt, dass die Perspektive für das Brüderfeierabendhaus für die kommenden kalten Monate nicht sicher war. Nach dem Totalausfall der Heizung vor einigen Monaten und einem Wasserrohrbruch hat die Stadt nun geprüft, welche Maßnahmen und Investitionen notwendig wären, um das Haus warm und sicher über den Winter zu bringen. Die Stadt wusste zu Beginn des Mietverhältnisses von den Schwachstellen des Hauses, somit waren die auftauchenden Mängel zu erwarten und lediglich eine Frage der Zeit.

Die Stadt verfügt derzeit über genügend Wohnraum zur Unterbringung geflüchteter Menschen und hat somit entschieden, dass größere Investitionen am und im Brüderfeierabendhaus keinen Sinn mehr machen. Somit endet die Unterbringung der Männer in Bethel/Gadderbaum nicht überraschend aber dennoch plötzlich zu einem absehbaren Zeitpunkt.

Ungefähr 10 der Männer (vorrangig aus Syrien und dem Irak) haben bereits vor einigen Wochen ihren Umzug vorbereitet und sind nach Jöllenbeck gezogen. Die ehrenamtlichen HelferInnen aus der Nachbarschaft und die SozialarbeiterInnen der Stadt haben sich gemeinsam um die Umzüge gekümmert, sodass der Kraftakt mehr oder weniger reibungslos von statten gehen konnte. In Jöllenbeck gibt eine bekannte Ansprechpartnerin für die ehrenamtliche Arbeit vor Ort und kümmert sich nun um die Männer aus dem Brüderfeierabendhaus.

Ende des Monats August hat es ein gemeinsames Grillfest in der Unterkunft in Jöllenbeck gegeben, zu dem sich die „alten“ Nachbarn und die „neuen“ EhrenamtlerInnen kennenlernen konnten. Es wurde gut besucht und die Stimmung war angenehm und freundlich. Wie viele der Männer aus Marokko und Algerien momentan noch im Brüderfeierabendhaus wohnen, ist für uns Nachbarn (und da beziehe ich mich ein) schwer einzuschätzen. Wir vermuten, dass noch etwa 15 Männer dort derzeit ihren Wohnsitz haben. Diese Männer sind ebenfalls bereits über ihren bevorstehenden Auszug informiert und es finden zurZeit von städtischer Seite die Überlegungen für die Anschlussperspektiven statt. Der genaue Termin für ihren Auszug steht noch nicht fest, soll aber wünschenswerterweise bis Ende September stattfinden, bevor es witterungsbedingt im Brüderfeierabendhaus ungemütlich wird.

Die Nachbarschaft die sich um die Männer gruppiert hat, wird auch diese Männer bei den Umzügen unterstützen und ihnen ermöglichen das inzwischen zusammengetragene Mobiliar mitzunehmen. Darüber hinaus wurde bereits in der letzten Woche noch einmal ein gemeinsamer Abend im Brüderfeierabendhaus verbracht. Es wurde gemeinsam gegrillt, über Anschlussperspektiven gesprochen und die bereits ausgezogenen Männer konnten von ihren neuen Erfahrungen und Bekanntschaften in der neuen Nachbarschaft berichten.

Insgesamt lässt sich sagen, dass auch dieser Abend sich in die Liste der gelungenen Begegnungen mit den geflüchteten Männern aus dem Brüderfeierabendhaus einreihen kann. Abschließend ist zu sagen, dass wir momentan noch nicht wissen wo und wie es für jeden einzelnen der jungen Männer aus dem Brüderfeierabendhaus weitergehen wird, aber wir können sagen, dass wir darüber, dank sehr gelungener ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe vieler gute Erfahrungen und positiver Kontakte, ganz sicher von den Männern selbst darüber informiert werden.“

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Kirsten, Conny, Petra, Uta, Carsten, Kerstin, Benjamin

 

 

 

 

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