Jugendhilfe Bethel.regional: Ehrenamtliche gesucht

Text: Marei Wormsbecher

In der Jugendhilfe Bethel.regional in Bielefeld finden viele geflüchtete Jugendliche eine (vorübergehende) Bleibe und Orientierung für ihre weitere Zukunft.

Doch neben den Hilfen die sie in den Einrichtungen erhalten, fehlt es ihnen oft an Kontakten nach außen. Alle Jugendliche sind junge Männer zwischen 14 und 18 Jahren. Natürlich können die Kontakte zu den Jungen, es ist sogar erstrebenswert auch über das 18 Lebensjahr hinaus gehen.

Die meisten geflüchteten Jugendlichen kommen aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak. Viele sind alleine hier in Deutschland und ihnen fehlen ihre Familie, Freunde und Bekannte.

Sie freuen sich sehr über die Möglichkeit eines weiteren Kontakts. Zum Austausch, zur Freizeitgestaltung und besseren Verstehen unserer Kultur, Gepflogenheiten, Umgang und Besonderheiten.

Viele dieser Jugendlichen wünschen sich einen Paten eine Patin oder eine Paten Familie, die sie in seinem Alltag etwas begleiten.

Sie können die Jugendlichen mit ihren persönlichen Fähigkeiten unterstützen.

Und wir suchen SIE!!!

– Haben sie Interesse den Jugendlichen in seiner Freizeit zu begleiten?
– Ihn bei Behördengängen, den Umzug in die „eigene“ Wohnung zu unterstützen?
– Den Jugendlichen beim erlenen/ üben eines Musikinstruments zu helfen?
– Oder bei dem erlernen von Deutsch oder Mathe zu fördern?
– Können sie schnitzen, haben sie einen Garten und wollen ihr Wissen weiter geben?
– Sind sie künstlerisch interessiert und hätten Interesse an einem Angebot für die Jugendlichen?

Mit wie viel Zeit sie sich einbringen möchten können sie selbst entscheiden.
Ob sie ein Projekt oder einen längerfristigen Kontant mit einem oder mehreren Jugendlichen eingehen wollen entscheiden sie.

Es gibt eine feste Ansprechpartnerin für sie, Möglichkeiten an verschiedenen Weiterbildungsprogramen und Informationsveranstaltungen teilzunehmen. So wie die Einladung zum regelmäßigen Stammtisch mit anderen Freiwilligen.

Wir freuen uns auf SIE.

Kontakt:
Marei Wormsbecher
Koordination Ehrenamt
UMF Bethel.regional Bielefeld
Karl-Siebold-Weg 48 , 33617 Bielefeld
0171 121 68 69
jh-umf.ehrenamt@bethel.de

Team „Geflüchtete willkommen in Bielefeld“ beim Run and Roll Day 2016

Text: Michael
Fotos/Videos: Klaus, Bijan, Michael

Am Sonntag, den 11.09.2016, nahm das Team „Geflüchtete willkommen in Bielefeld“ zum zweiten mal am Run and Roll Day teil. Über 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten trotz wirklich starker Hitze viel Spass am Lauf und spulten die 5 Kilometer des „Teamlaufs“ souverän runter. 🙂

Hier ein paar kurze Videos:
Weiterlesen

Kennenlernfest im Containerdorf Sennestadt

Text und Fotos: Silke

Kennenlernfest im Containerdorf Sennestadt

 

Trotz hochsommerlicher Temperaturen besuchten zahlreiche Gäste am Freitag unser Kennenlernfest. Ganz so wie wir uns das vorgestellt haben, trafen sich verschiedene Nationalitäten und hatten zusammen einen entspannten Nachmittag.

Viele Sennestädter Vereine und Institutionen sorgten für Spaß und Abwechslung und schufen so die perfekte Umgebung, um sich kennen zu lernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Kinder hatten Spaß beim Trampolin springen, Buttons machen, Kinderschminken, malen, basteln und ausprobieren verschiedener Geschicklichkeitsspiele.

Alle erkundeten den Dienstwagen der Polizei und das Löschfahrzeug der Feuerwehr und bestaunten die Jungs vom Jugendtreff „Luna“ bei Ihrer Parcours-Vorführung.

Für das leibliche Wohl sorgten viele verschiedene Leckereien, die unserem Buffet gespendet wurden, Zuckerwatte, Eis und natürlich leckere Grillwürstchen. Manche Besucher probierten Speisen, die sie zuvor noch nie gesehen hatten und waren begeistert.

Gegen Ende des Festes, sorgten einige Bewohner dafür, dass der DJ „arbeitslos“ wurde und begeisterten die Gäste mit Musik und Tanz aus ihrem Heimatland. Es war rundherum ein gelungenes Fest, bei dem alle Spaß hatten und die Sorgen des Alltags vergessen konnten, ganz so wie es geplant war.

Ein paar Impressionen [Klick auf ein Bild öffnet Galerie]:

Flüchtlingsrat NRW: Empfehlungen für Ehrenamtliche

Text: Flüchtlingsrat NRW

Liebe Aktive in der Flüchtlingsarbeit,

 

in NRWs Städten und Gemeinden leben weiterhin viele Geflüchtete, die noch nicht registriert sind und/oder noch keinen Asylantrag stellen konnten. Um diesen Zustand der Ungewissheit und des Wartens schneller zu beenden, hat das BAMF in Absprache mit dem Innenministerium NRW (MIK) ein neues Verfahren entwickelt, mit dem schnell Abhilfe geschaffen werden soll. Dies ist prinzipiell zu begrüßen, doch zeigt sich in der Praxis, dass die Termine zu kurzfristig angesetzt sind, um sich gut auf das Asylverfahren vorzubereiten.

Wir möchten Sie mit diesem Schreiben über Ihre Handlungsmöglichkeiten und die Hintergründe dieses Verfahrens informieren, damit Sie die von Ihnen betreuten Menschen so gut es geht vorbereiten können.

 

Das Vorgehen

Seit einiger Zeit werden die in den Gemeinden untergebrachten, aber noch nicht registrierten Asylsuchenden durch die örtliche Ausländerbehörde gesammelt zur Registrierung und Asylantragstellung beim BAMF eingeladen. Die Termine werden kurzfristig vergeben, sodass sich die Geflüchteten innerhalb weniger Tage auf ihre Anhörung vorbereiten müssen. Da alle in der betreffenden Gemeinde lebenden Geflüchteten auf einmal angeschrieben werden, können die Beratungsstellen vor Ort die Vorbereitung auf das Asylverfahren der teilweise mehreren Hundert Betroffenen in so kurzer Zeit nicht leisten.

 

Verfahrensberatung

Die Vorbereitung auf das Asylverfahren ist sehr wichtig und sollte bei einer unabhängigen Beratungsstelle erfolgen. In den Erstaufnahmeeinrichtungen und Zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes (EAEs und ZUEs) gibt es meist eine Verfahrensberatung. Da viele Geflüchtete, die im letzten Jahr angekommen sind, schnell auf die Kommunen verteilt wurden, konnten sie die Beratung dort nicht in Anspruch nehmen. Darüber hinaus gibt es viele Beratungsstellen in ganz NRW, die auch Beratung für Asylsuchende anbieten und mit ihnen das Vorgehen in der Anhörung durchsprechen. Wir raten dringend davon ab, als Ehrenamtliche selbst beratend tätig zu werden. Eine gute Hilfe ist es, für die Geflüchteten Beratungsstellen herauszusuchen und ggf. einen Termin zu vereinbaren. Die Kontakte und Ansprechpersonen der Beratungsstellen finden Sie in unserem Netzheft.

 

Was können Sie tun?

Melden Sie sich bei einer Verfahrensberatungsstelle in der Landesunterkunft in Ihrer Nähe und fragen, ob es möglich ist, dort einen Termin für bereits kommunal zugewiesene Geflüchtete zu bekommen. Aufgrund des Rückgangs der Flüchtlingszahlen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dort Kapazitäten frei sind. Die Kontakte finden Sie in unserem Netzheft ab S. 98.

Vereinbaren Sie einen Termin bei einer der regionalen Beratungsstellen vor Ort. Die Kontakte finden Sie ebenfalls in unserem Netzheft.

Sollten Sie bei keiner der genannten Anlaufstellen einen Termin zur Beratung bekommen, nutzen Sie als Vorbereitung auf die Anhörung zur Orientierung den Leitfaden des Informationsverbunds Asyl und Migration. Dieser erläutert leicht verständlich, was während der Anhörung passiert und worauf es hier ankommt. Die aktuellste Version ist in den Sprachen Albanisch, Amharisch, Arabisch, Bosnisch, Deutsch, Englisch und Russisch erhältlich, eine ältere Version gibt es außerdem auf Französisch, Türkisch, Chinesisch, Persisch und Kurdisch (Kurmandschi).

 

Zum Hintergrund

Laut Erlass des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW (MIK) vom 17. Juni 2016 sollen alle in NRW lebenden Geflüchteten, die im letzten Jahr angekommen sind und aufgrund ihrer großen Zahl bzw. der geringeren Kapazitäten der Behörden nicht registriert werden konnten, bis September nachregistriert werden und sofort in einem Ankunftszentrum ihren Asylantrag stellen. Die kommunalen Ausländerbehörden informieren die in ihrem Bezirk lebenden Geflüchteten ca. eine Woche vor dem Termin und teilen ihnen den Abfahrtsort und die Uhrzeit für den gemeinsamen Transfer zu einer Landesunterbringungseinrichtung in der Nähe eines Ankunftszentrums mit. Dort bleiben die Asylsuchenden 1-2 Nächte, um in der Zeit registriert zu werden und ihren Asylantrag zu stellen. Vor Ort findet keine Verfahrensberatung statt. Daher ist es wichtig, sich frühzeitig auf den Termin vorzubereiten, denn dieser ist entscheidend für den Ausgang des Asylverfahrens.

Anliegend finden Sie ein anonymisiertes Beispielanschreiben. Die Terminankündigungen werden entweder persönlich verteilt oder mit der normalen Post verschickt und nicht per Einschreiben, wie sonst bei BAMF-Post üblich.

Empfehlung Kurzfassung als PDF: https://gefluechtetewillkommeninbielefeld.files.wordpress.com/2016/08/empfehlungen-fc3bcr-geflc3bcchtete-und-ehrenamtliche.pdf

Für weitere Informationen besuchen Sie gerne unsere Website oder nehmen Kontakt auf unter
Flüchtlingsrat Nordrhein-Westfalen e. V.
Wittener Straße 201
44803 Bochum
Tel 0234 – 58 73 15 60
Fax 0234 – 58 73 15 75
Mail info@frnrw.de
Web www.frnrw.de
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Anschreiben Sammelregistrierung anonym:
Anschreiben Sammelregistrierung anonym

Flüchtlingskinder: Spielkreis sucht Verstärkung

Flüchtlingskinder: Spielkreis sucht Verstärkung

[Aktualisiert am 20.11.2016]

Haben Sie Interesse, mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien zu spielen? Der Spielkreis der Ev.-luth. Johanneskirchengemeinde Quelle-Brock sucht neue Mitwirkende.

Die ehrenamtlich Aktiven sind in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Straße zu Gast. Die Einrichtung liegt an der Gütersloher Straße und gehört zum Gebiet der Kirchengemeinde.Jeden Werktag sind Mitglieder der Gruppe vor ort, um den Kindern in der Einrichtung ein Spielangebot zu machen.

Mit Hilfe von Spenden konnte die Gruppe Spielzeug, Malutensilien und laufend benötigtes Spielmaterial anschaffen, in Absprache mit der Sozialarbeiterin der Einrichtung außerdem Bücher zum Deutschlernen für Kinder und Erwachsene. Die Zusammenarbeit mit der Leitung des Hauses ist ausgesprochen gut.

In Heft 31/2015 hat der SPIEGEL eine Serie über die Flüchtlingsproblematik in Deutschland gestartet und die ambivalenten Reaktionen der Deutschen geschildert – das Nachrichtenmagazin hebt dabei die Spielgruppe als positives Beispiel für bürgerschaftliches und kirchliches Engagement hervor.

Möchten Sie mitmachen? Weitere Informationen zur Arbeit der Gruppe gibt es bei Gisela Lipka, Telefon 05 21/94 67 633. E-Mail: kinder45@gmx.de

www.quelle-brock.de

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